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Filmarchiv
Schatz vom Toplitzsee...der - Schüsse im Morgengrauen
SDP
April
1945: Im Toplitzsee sollen geheime Dokumente und sonstiges belastendes Material
versenkt werden. Zwei SS-Offiziere kommen dazu und erschiessen zwei Soldaten der
Wehrmacht. Danach entwenden sie einige Kisten mit Falschgeld und flüchten.
1959 erhält der Stern Reporter Wolfgang Löhde die Erlaubnis im Toplitzsee
tauchen zu lassen, um die Kisten zu bergen, daraus macht er eine Top-Story. Da
Löhde es schafft Kisten mit gut erhaltenden britischen Pfund-Blüten (britisches
Falschgeld) zu bergen, werden die damaligen SS Offiziere nervös. (Das britische
Falschgeld wurde von Nazideutschland produziert, um die Wirtschaft der Insel zu
destabilisieren) Einer der damalige Offiziere konnte sich in die Wirtschaft
einkaufen, machte eine Schönheitsoperation und änderte sein Name, nun ist er ein
angesehenes Mitglied der Gesellschaft. Diesen Status will er nicht verlieren,
deswegen schreckt er auch vor Mord nicht zurück...
Tatsächlich beruht der Film auf wahren Begebenheiten, zumindest was die Kisten
und das Falschgeld anbelangen. Der Rest ist nur Mythos und dient dazu den Film
mehr zu puschen. Schliesslich sollte er ja fürs Kino attraktiv sein. Demzufolge
mussten Bösewichte her und eine Legendenbildung. Fröbe als Bösewicht ist
natürlich für sich allein schon sehenswert. Da Regisseur Antel eng mit dem
Originalreporter Löhde zusammenarbeitete, gab es auch sehr viel Schleichwerbung
für den Stern. Der Stern war damals sehr bekannt, er konnte einiges aufdecken,
erst die angeblichen Tagebücher von Hitler brachen ihm das Genick. Das Vertrauen
in den Stern Verlag war verloren. Auch wenn dieser Film an den Kinokassen kein
Erfolg war, ist er noch unterhaltsam ausgefallen. Es gibt zwar viel
Schleichwerbung und das meiste entspricht nicht der bewiesenen Realität. Bis
2026 konnte die Versenkung der Kisten nicht vollständig nachvollzogen werden.
Dennoch bietet der Film ein bekanntes Cast und kurzweilige Unterhaltung. Fazit:
geschichtlich beruht der Film nur lose auf wahren Tatsachen, doch Fröbe ist hier
ganz klar das Aushängeschild, somit ist der Film auf jeden fall sehenswert. Die
DVD bietet keine Extras.
Hintergrundinfos:
Der Film basiert auf der wahren Geschichte und dem Dokumentarmaterial von
Wolfgang Löhde. Gedreht wurde, unter anderem, in den Riva Ateliers Unterföhring
Bavaria BRD.
Zu vergleichen mit „Renegades
– Mission of Honor“.
BRD Spiel. 1959 sw.
Genre: Abenteuer, Krimi
Min. ca. 79 DVD
Regie: Franz Antel
Drehbuch: Kurt Nachmann, Rolf Olsen
Produzent: Leopold Branoner
Darsteller/in:
Joachim Hansen - Reporter Wolfgang Löhde*
Gert Fröbe -
Johannes Grohmann/SS Sturmbandführer Dr. Brand
Sabine Sesselmann - Didi Lanz, Löhdes Verlobte
Werner Peters - Alfred Kopetzsky*
Hannelore Bollmann - Brigitte Grohmann
Wolfgang Stumpf - Franz Hanusch*
Til Kiwe - Harold Pfeifer, Löhdes Assistant*
Karl Ehmann – Seewirt*
Bruno Hübner - Schonheitsarzt Dr. Brankovich
Lukas Ammann - Jugoslawischer Grenz-Leutnant
Romana Rombach - Wanda, Kopetzkys Freundin
Erica Vaal - Anna, ital. Wirtschafterin
Franz Roberti - Schiestl, Landbriefbträger
Gerhard Kittler - Wolff, Kriminalkommissar
Peter Brand - Gendarm
Willy Schäfer - Jugoslawischer Grenz-Sergeant
                     

                     
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