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Filmarchiv
Metropolis (1927)
SDP
Johann
(Joh) Fredersen erbaute einst Metropolis, eine Stadt in der es scheinbar nur so
von Idylle strotzt. Doch nur wer in den gigantischen Wolkenkratzern lebt,
geniesst den Luxus und das schöne Leben. So weit die Stadt in den Himmel ragt,
so tief liegt sie auch in der Erde. In der Erde leben jedoch die Arbeiter/innen.
Sie schuften 10 Stunden pro Tag, damit die oben im Luxus leben können. Bei den
Arbeiter/innen gärt es, sie haben genug, viele sterben, viele hungern, Maria
gibt ihnen Hoffnung, doch sie will einen Vermittler finden, der das Hirn mit der
Hand verbindet. Sie will auch keine Gewalt anwenden.
Das kommt Erfinder C.A. Rotwang gelegen, denn er will sich an Fredersen rächen,
er nahm ihm Hel weg und deswegen will er ihm seine Stadt und seinen Sohn
wegnehmen. Mit dem Maschinenmenschen soll ihm das gelingen, tatsächlich geht ihm
Fredersen auf den Leim...
Man muss sich die Zeit vorstellen, in der dieser Film gedreht wurde, dafür wirkt
vieles plastisch hervorragend, man sieht ihm den Stummfilm überhaupt nicht an.
Wäre er vertont, würde man es kaum glauben. Lang hat hier natürlich vieles der
damaligen Welt angeprangert. Der erste Weltkrieg war noch nicht lange vorbei,
davor hatten die Armen kaum etwas und die Reichen alles. Nur kurz wurde der Film
in voller Länge im Kino gezeigt. Damals waren solch lange Filme eher selten, und
das Publikum es sich nicht gewohnt. Deswegen wurden mehrere Schnittversionen
angeboten, bis der Originalfilm nicht mehr vorhanden war. Erst nach dem
Millennium fand man Reste davon in Buenos Aires und so konnte man den Film
restaurieren. Die Produktionsfirma UFA geriet damals in Schräglage, denn der
Film war alles andere als erfolgreich. Das Publikum damals war schlichtweg nicht
für einen solchen Film bereit. Fazit: Meisterwerk das wohl unerreicht bleibt.
Die BlueRay Murnau Stiftung bietet zahlreiche Extras: Dokumentationen wie der
Film rekonstruiert wurde, Booklet, usw.
Hintergrundinfos:
Das Produktionsbudget betrug zirka 6 Millionen DM. Der Film basiert auf einem
Roman von Thea von Harbou. Gedreht wurde, unter anderem, in Berlin Weimarer
Republik.
Zu vergleichen mit „Things to
come“.
Deutschland Spiel. 1927 sw., Stummfilm
Genre: Sci Fi, Utopie, Dystopie
Min. ca. 150 Blueray
Regie: Fritz Lang*
Drehbuch: Thea von Harbou*, Fritz Lang*
Produzent: Erich Pommer
Darsteller/in:
Brigitte Helm - Maria/Maschinenmensch
Alfred Abel - Johann (Joh) Fredersen (Herrscher/Erbauer von Metropolis)*
Gustav Fröhlich - Freder Fredersen - Joh Fredersens Sohn
Rudolf Klein-Rogge - Erfinder C.A. Rotwang
Fritz Rasp - Der Schmale*
Theodor Loos – Josaphat*
Erwin Biswanger - 11811 – Georgy*
Heinrich George - Grot -Wärter der Herzmaschine
Fritz Alberti - Schöpferischer Mensch*
Grete Berger – Arbeiterin*
Olly Boeheim - Arbeiterin
Max Dietze - Arbeiter
Ellen Frey - Arbeiterin
Beatrice Garga - Frau der ewigen Gärten
Heinrich Gotho – Zermonienmeister*
Dolly Grey - Arbeiterin
Anny Hintze - Frau der ewigen Gärten
Gottfried Huppertz - Man Playing Violin
Georg John – Arbeiter*
Vera Kálmán - Extra
Walter Kuehle - Arbeiter
Margarete Lanner - Frau der ewigen Gärten/Dame im Auto
Rose Lichtenstein - Arbeiterin
Hanns Leo Reich - Marinus
Arthur Reinhardt - Arbeiter
Curt Siodmak – Arbeiter*
Henrietta Siodmak - Arbeiterin
Olaf Storm - Jan
Erwin Vater - Arbeiter
Rolf von Goth - Sohn der ewigen Gärten
Helen von Münchhofen - Frau der ewigen Gärten
Helene Weigel - Arbeiterin
Hilde Woitscheff - Frau der ewigen Gärten
                     

                     
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